Kamasutra


Kamasutra
Ka|ma|su|tra auch: Ka|ma|sut|ra 〈n.; - od. -s; unz.〉 von dem Brahmanen M. Vatsyayana verfasstes, altindisches Lehrbuch der Liebeskunst in sieben Kapiteln aus dem 4. Jh. n. Chr. [Sanskrit, „Leitfaden der Liebeskunst“]

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Ka|ma|su|t|ra, das; -[s] [sanskr. = Leitfaden der Liebe, aus: kāma =Liebe u. sūtra = (Leit)faden]:
aus dem 4. Jh. stammendes altindisches Lehrbuch der Liebeskunst.

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I
Kamasutra,
 
Das Kamasutra ist ein altindisches Lehrbuch der Liebeskunst beziehungsweise der Erotik und wurde im 4. Jahrhundert von dem Brahmanen Mallanga Vatsyayana geschrieben. Der Name Kamasutra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Leitfaden der Liebe. An den gebildeten Städter jener Zeit gerichtet, wird in diesem ältesten erhaltenen Lehrbuch die Liebeskunst als eines der obersten hinduistischen Lebensziele dargestellt. Im sachlichen Stil geschrieben, erklärt das Kamasutra eine große Anzahl von verschiedenen Liebesstellungen für Paare und enthält zudem wichtige kulturhistorische Informationen zu dieser Zeit.
II
Kamasụtra
 
[Sanskrit »Leitfaden der Erotik«] das, -(s), ein altindisches Lehrbuch der Liebeskunst des Brahmanen Mallanaga Vatsyayana (4. Jahrhundert), der eine ältere Liebeslehre bearbeitete. An den gebildeten Städter gerichtet, wird das Thema als eines der obersten hinduistischen Lebenziele (neben Gelderwerb und religiösem Streben) dargestellt. Das in sachlichem Stil gehaltene Kamasutra enthält wertvolle kulturhistorische Informationen. Die erste annähernd texttreue deutsche Übersetzung (»Das Kamasutram des Vatsyayana«) erschien 1897.
 
Ausgaben: Das Kamasutram des Vatsyayana, übersetzt von E. Kolb u. a. (1964); Kāmasūtram. Leitfaden der Liebeskunst, übersetzt und herausgegeben von K. Mylius (1987).
 
 
H. C. Chakladar: Social life in ancient India. Studies in Vātsyāyana's K. (Neuausg. Delhi 1976).

Universal-Lexikon. 2012.